BlindeTomate.at

Kulinarik zwischen Westfalen, Wien und anderswo

"Wenn ein Architekt einen Fehler macht, lässt er Efeu darüber wachsen. Wenn ein Arzt einen Fehler macht, lässt er Erde darauf schütten. Und wenn ein Koch einen Fehler macht, gießt er ein wenig Sauce darüber und sagt, dies sei ein neues Rezept." – Paul Bocuse

Als kleiner Junge hat es mich fasziniert, wie meine Großmutter mit unzähligen Kräutern und Gewürzen frei aus dem Handgelenk hantierte und damit jedes Essen zu etwas Besonderem machte. Gegessen habe ich schon immer gerne, die Leidenschaft zum Kochen ist jedoch erst mit Anfang Dreißig entflammt. Die ersten Gehversuche in der Küche sind immer wieder mal gescheitert. Ich habe mich zu früh an Gerichte herangewagt, die zu groß für meine kleine Kochmütze waren. Also habe ich meiner Mütze entsprechend erstmal "kleine Brötchen gebacken", mich an Rezeptanleitungen gehalten und Ratschläge bei meiner Mutter eingeholt. Inzwischen ist die Küche mein Hobbyraum, in dem ich gerne gut erprobte Gerichte zusammenschraube, aber auch an eigenen Kreationen bastle. Ich habe einen riesigen Gewürzfimmel, dementsprechend lang ist das Gewürzregal – meine Oma wäre neidisch!

Genuss ohne Reue

Ich folge keiner speziellen Ernährungs-Ideologie und  mache keine Einschränkungen betreffend Zucker-, Fett- oder Salzgehalt. Mein Kalorienbewußtsein ist immer präsent, tritt jedoch ohne zu zögern in den Hintergrund Angesichts eines guten Essens.
Ich bin ein Verfechter von Qualität bei der Produktauswahl. Ich lege großen Wert auf Bio-Produkte, Freilandhaltung und möglichst naturbelassene Lebensmittel. Wenn möglich, kaufe ich nach diesen Kriterien ein. Darüber hinaus lege ich großen Wert auf fair gehandelte Produkte und lehne jegliche Art von Ausbeutung ab. In meinem neuen Projekt Schokotrafik beschäftige ich mich mit dem Thema Kakao. Das Projekt befindet sich im Aufbau und beschäftigt sich vom Kakaoanbau über den Handel bis hin zu den Endprodukten.

Von Westfalen nach Wien

Gebürtig komme ich aus dem „Ruhrpott“, dem Land, in dem Bier und Currywurst fließen. Ende der 90er bin ich von Nordrhein-Westfalen nach Wien gezogen.
Ich finde, diese Stadt ist eine kulinarische Fundgrube: vielfältige kleine und große Restaurants, Spezialitätengeschäfte und kulinarische Veranstaltungen. Auch auf Reisen gilt mein Interesse dem Essen und Trinken und auch darüber berichte ich, zuletzt über Graz, Ostfriesland und London.

Blinde Tomate – ein seltsamer Name?

"Hasse tomaten aufe Augen?" ist ein viel zitierter Satz in meiner Heimat, wenn jemand etwas sucht, das direkt vor ihm liegt. Ich brauche keine Tomaten, um etwas nicht zu sehen, da ich mir das Sehen zur Gänze abgewöhnt habe 😉. Die Tomate als Vertreterin für Essen und Trinken, der Spruch aus meiner Heimat und meine eigene Blindheit sind die Zutaten, aus denen ich den Namen Blinde Tomate gekocht habe – mehr zu mir unter über mich.
Der Foodblog entstand aus der Idee, Kochanfängerinnen und -anfängern, wie ich mal einer war, Anregungen und Ideen zu geben. Nur Rezepte zu veröffentlichen, wäre aber zu kurz gegriffen und langweilig. Auf meinem Blog geht es auch um andere Themen, die sich mit Essen und Trinken beschäftigen. In der "Kramschublade" befinden sich Küchentipps, interessante Beiträge zum Thema Warenkunde, ein umfangreicher Saisonkalender, die Wörterküche, ein kulinarisches Wörterbuch Österreichisch-Deutsch und und und …
Ein aufschlussreicher Bericht über blind Kochen darf natürlich auch nicht fehlen.

Ach ja, noch was

Sie werden auf der Blinde Tomate einige Produktempfehlungen finden. Das sind (derzeit) keine Werbeanzeigen, Sponsoren oder Afiliate-Partner, sondern Produkte, die ich selbst in meiner Küche verwende.
Da ich gerne Neues ausprobiere, würde ich mich über Angebote von Firmen freuen – egal, ob Produkttests, Workshops oder Verkostungen.
Ich werde aber nur Produkte empfehlen, von denen ich überzeugt bin – zu negativer Berichterstattung fühle ich mich nicht berufen.

Blinde Tomate chronologisch

Zur Rose abziehen – Küchengedöns

Zur Rose abziehen (auch bis zur Rose abziehen und statt abziehen auch (bis) zur Rose ziehen/abbinden/abschlagen/abkochen) ist eine Arbeitstechnik aus der Kochkunst und bedeutet, dass eine Creme oder Sauce im Wasserbad unter Verwendung von Eigelb abgebunden wird.

Chocolate & more münchen – Kulinarische Welt – Handel

Nach einer Führung über den Viktualienmarkt während unseres Besuchs in München wurden wir zum Abschluß in ein kleines Schokoladengeschäft zu einem Vortrag eingeladen. Mein erster Gedanke war: "Naja, eine Verkaufsveranstaltung, getarnt als Vortrag." Für gute Schokolade bin ich aber sowieso immer zu haben und war gespannt, was dort so verkauft wird. Von außen sieht das "Chocolate & more" in der Westenriederstraße 15 eher unscheinbar aus, wie einige der TeilnehmerInnen bemerkt hatten .