Schon gewusst? – Kramschublade

Letzte Aktualisierung: Sonntag, 18. November 2018

Der Unterschied zwischen Sorbet und Parfait

Sorbet besteht in der Regel nur aus Früchten, Wasser und Zucker, ist also vegan, und in Parfait ist auch Sahne und Eigelb enthalten.

Frischer tiefgekühlter Fisch

Viele Discounter und Supermärkte bieten neben tiefgekühlten Fisch inzwischen auch frischen Fisch an. Wobei letzterer deutlich teurer verkauft wird. Ist auch logisch, dass der frische Fisch aus der Kühltheke erheblich mehr kostet – oder?
Vielleicht ist es besser, die Lesebrille beim kauf von frischen Fisch mitzunehmen. Denn auf der Rückseite der Verpackung im Kleingedruckten steht es. Der vermeintlich fangfrische Fisch wurde schon auf hoher See tiefgekühlt. Die Discounter und Supermärkte tauen den Fisch auf und schon wird er als frisch verkauft, den Auftauservice bezahlt selbstverständlich der Verbraucher.

Unbehandelt und Bio ist nicht das Selbe

Unbehandelte Zitrusfrüchte sind nicht frei von Pflanzenschutzmitteln. Unbehandelt bedeutet, dass die Früchte nach der Ernte nicht konserviert oder gewachst wurden. Vor der Ernte können die Früchte nach chemischer Herzenslust mit allem gespritzt und besprüht werden, was die Pflanzenschutzindustrie so hergibt. Wer keine Chemie will, sollte auf Bio-Früchte zurückgreifen, denn die dürfen nicht mit Pestiziden behandelt werden. Aber Vorsicht, es bedeutet bei Bio-Früchten nicht automatisch, dass die Schale unbehandelt ist. Gewachst werden darf sie trotzdem. Wer eine »saubere« Zitrone möchte, sollte darauf achten, dass der Zusatz unbehandelt neben Bio vermerkt ist. Ansonsten muss das Wachs mit warmen Wasser, am besten mit einer Bürste, herunter geschrubbt werden, wenn die Schale mitverzerrt werden soll.

Die Bio-Tonne in der Wurst

Steht in Österreich bei Wurstwaren Salzstoß unter den Inhaltsstoffen, na dann guten Appetit. Denn hinter der unverdächtigen Bezeichnung verstecken sich Schlachtabfälle. Muskelhäute, Sehnen und aus wenig Fett und Fleisch bestehende andere Schlachtreste werden mit Salz vermahlen und dann als Salzstoß minderwertiger Wurst beigemengt.
Die Deutschen müssen sich aber nicht grämen, denn ihr Häutelwerk muss sich nicht hinter dem Salzstoß verstecken. Die Abfallwirtschaft der Lebensmittelindustrie darf beispielsweise in der Münchner Weißwurst bis zu zehn Prozent Häutelwerk deponieren. Das besteht aus ausgelösten Kalbskopfteilen mit Haut und Bindegewebsteilen von Kälbern und gekochten Schwarten von jungen Schweinen.

Schweinereien mit der Pute

Wer aus Gesundheits-, Religiösen- oder Diätgründen zur Putenwurst greift, greift voll daneben. Denn Geflügelwurst darf Schwein beigemengt werden und das in erheblichen Mengen. In Deutschland wird im Kleingedruckten auf der Rückseite der Verpackung auf die Schweinerei hingewiesen. In Österreich steht es in der Zutatenliste selbst. Eine unverfälschte Wurst hält die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit für österreichische Puristen dennoch bereit. Wenn beispielsweise Reine Puten-Extra auf der Verpackung steht, dann hat die Wurst Schwein gehabt, denn das darf dann nicht hinein.

So bekommt der Käse sein Fett ab

Jetzt wird es mathematisch. F. i. T. (Österreich) oder Fett i. Tr. (Deutschland) steht für Fett in der Trockenmasse und ist ein Wert, mit dem man nichts anfangen kann, wenn der Anteil der Trockenmasse am Gesamtgewicht nicht angegeben ist. Werden alle Werte angegeben, kann der absolute Fettgehalt berechnet werden.
Beispiel Frischkäse: Inhalt 100 Gramm, F. i. T. 47 %, Trockenmasse 30 %.
Mit der folgenden Formel kann der Fettgehalt berechnet werden:
(30/100)*47=14,1 % beziehungsweise 14,1 Gramm Fett.
Der Trockenmasseanteil ist nicht Kennzeichnungspflichtig und steht daher meist nicht auf der Packung.

Alkoholfreies mit Alkohol

Wer ein alkoholfreies Bier genießt, nimmt bis zu 0,5 % Alkohol zu sich. Denn das ist die Obergrenze , die ein alkoholfreies Bier haben darf. Wäre die Bezeichnung alkoholarmes Bier nicht die bessere Deklarierung?

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