Rotkohlsalat – Rezept

In unseren Breitengraden und in Nordeuropa ist Rotkohl sehr beliebt. Besonders in Kombination mit Semmelknödel und Rinderrouladen. In der Regel wird er geschmort, gedünstet oder gekocht, als Salat wird er jedoch nur sehr selten zubereitet.
Den besten Rotkohlsalat habe ich 1986 in einem italienischen Restaurant in Mainz-Lerchenberg gegessen – sieht man mal von meinem eigenen Rezept ab. 😉 Damals habe ich in Mainz eine einjährige Ausbildung zum Masseur absolviert und meine AusbildungskollegInnen haben sich darüber lustig gemacht, dass ich zu allem, was ich in der Pizzeria gegessen habe, Rotkohlsalat bestellt habe. Aus meiner Sicht war das ein absolutes Muss. Ich habe bis heute kein Restaurant mehr gefunden, bei dem man so guten Rotkohlsalat essen kann und ein italienisches schon gar nicht.
Mein Grundrezept ist sehr einfach, kommt mit wenigen Zutaten aus, die in jeder Küche zu finden sind und schmeckt obendrein sehr gut. Selbstverständlich kann man das Rezept nach belieben erweitern, indem man Apfelstückchen, dünne Zwiebelringe, geröstete Pinienkerne oder Orangenfilets hinzufügt.
Das Rezept ist auf ein Kilogramm Kohl ausgelegt. Wenn man kleinere Portionen benötigt, kann der Rest zu Beilagen-Rotkohl verarbeitet werden.

Rotkohl, durchgeschnittenBildquelle: Coyau | Chou cabus rouge 01 | CC BY-SA 3.0

Zutaten

  • 🍅 1 kleiner Rotkohl
  • 🍅 3 Esslöffel Natives Olivenöl Extra
  • 🍅 1 Esslöffel roter Balsamico-Essig
  • 🍅 1 Bio-Limette, alternativ 1 Bio-Zitrone
  • 🍅 1 gehäufter Esslöffel Rohrohrzucker
  • 🍅 2 gestrichene Teelöffel Salz Salz
  • 🍅 sehr wenig Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

Die äußeren Blätter des Kohls entfernen.
Den Kohl vierteln und den Strunk entfernen. Es lohnt sich, wenn man sich die Mühe macht und die Viertel nochmals halbiert, dann sind die Streifen, in die der Kohl anschließend geschnitten wird, nicht so lang.
Den Rotkohl in sehr dünne Streifen schneiden und in eine Schüssel geben. Da die Rotkohlblätter extrem dicht aneinander wachsen, ist das Abbrausen des Kohls nicht nötig, da sich kein Sand und Schmutz zwischen den Blättern ablagern kann.
Salz hinzufügen und die Kohlstreifen mit den Händen fünf Minuten kräftig durchkneten – dadurch wird die Struktur des Kohls gebrochen und Saft tritt aus.
Die restlichen Zutaten bis auf die Limette hinzufügen und nochmals zwei Minuten durchkneten.
Den Salat eine Stunde ziehen lassen und etwa jede Viertelstunde durchmischen.
Die Limette auspressen und den Salat mit dem Saft abschmecken.
Anmerkung: Ich bevorzuge für den Rotkohlsalat die Limette, weil ihr Aroma etwas feiner ist als das der Zitrone.
Anstatt Rotkohl kann man für dieses Rezept auch Weißkohl verwenden – aber den verwende ich lieber für meinen griechischen Krautsalat.

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