Rotkohl, Rotkraut,Blaukraut, Rotkabis – Rezept

Vier Namen für ein Gericht. Rotkohl, Rotkraut,Blaukraut und Rotkabis ist ein und das Selbe. Die Farbe und der Geschmack variieren jedoch. Will man die rote Farbe des Krauts betonen, wird Säure wie zum Beispiel Essig oder Zitrone hinzugefügt. Bevorzugt man eher, wie in Bayern typisch, die blaue Farbe, wird etwas Basisches hinzugefügt, am besten geeignet ist dafür Natron. Rotkohl und Rotkraut unterscheiden sich lediglich im Sprachgebrauch. Während das Gemüse im nördlichen Teil Deutschlands Rotkohl genannt wird, heißt es im südlichen Deutschland und in Österreich Rotkraut. In der Schweiz wird die Kohlsorte auch Rotkabis genannt. Wobei mich das Wort Kabis an Kappes erinnert. Kappes ist wiederum eine mundart in Westfalen und sthet für Weißkohl. In den Randgebieten des Ruhrgebiets wie beispielsweise meine Heimatstadt Lünen steht Kappes auch für Unsinn oder Unfug"Dat is doch allet Kappes, Watte da erzälhls!"
Das folgende Rotkohl- Rezept ist bei der Verwendung von frischem Rotkohl etwas zeitaufwendig. Bei der Verwendung von vorgekochtem Tiefkühlrotkohl verringert sich sowohl die Vorbereitungs- als auch die Kochzeit.

Rotkohl, durchgeschnittenBildquelle: © Wikipedia

Zutaten

  • 🍅 1 Kilogramm Rotkohl
  • 🍅 30 Gramm Butterschmalz
  • 🍅 2 rote Zwiebeln
  • 🍅 2 süßsaure Äpfel (beispielsweise Cox Orange)
  • 🍅 0,3 Liter trockener Rotwein
  • 🍅 1 kräftiger Schluck roter Balsamico-Essig
  • 🍅 1 gehäufter Teelöffel Rohrohrzucker
  • 🍅 1 Teelöffel mittelscharfer Senf
  • 🍅 6 Gewürznelken
  • 🍅 3 Lorbeerblätter
  • 🍅 3 Wacholderbeeren
  • 🍅 schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 🍅 Salz

Zubereitung

Den Rotkohl vierteln, die äußeren Blätter entfernen und den Strunk keilförmig herausschneiden. Den Kohl in dünne Streifen schneiden. Ich persönlich schneide ihn nicht zu fein, damit er nach dem Kochen noch so was wie Biss hat. In vielen Rezepten wird ein Gemüsehobel zum schneiden des Kohls verwendet. Ich kann das jedoch nicht empfehlen, denn das letzte Stück muss man ohnehin mit einem Messer schneiden und die Reinigung des Gemüsehobels ist mir zu aufwendig. Mit einem scharfen Messer geht es fast genauso schnell. Wer mit dem Umgang mit dem Messer nicht so gut vertraut ist, der kann beim Kohl schneiden sehr gut üben – aber bitte langsam schneiden Sie haben nur zehn Finger und jeder einzelne wird gebraucht 😉
Zwiebeln schälen und eine davon in feine würfel schneiden, die andere mit den Gewürznelken spicken. Die Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden.
In einem Topf das Butterschmalz erhitzen, die Zwiebelwürfel und Apfelstückchen anbraten, den Rotkohl hinzufügen und andünsten. Mit Rotwein und Essig ablöschen, die gespickte Zwiebe, Zucker, Lorbeerblätter und Wacholderbeeren hinzugeben.
Alles etwa 90 bis 150 Minuten schmoren lassen, öfter umrühren und kontrollieren, ob noch genügend Flüssigkeit im Topf ist.
Alternativ zum Rotwein kann bei zu starkem Flüssigkeitsverlust Gemüsebrühe verwendet werden.
Zum Schluß alles mit Pfeffer, Salz und eventuell Zucker abschmecken.
Lorbeerblätter, Wacholderbeeren und die mit Gewürznelken gespickte Zwiebel wegwerfen.
Tipp: Um die Lorbeerblätter und Wacholderbeeren nicht mühsam aus dem Rotkohl herauszusuchen, kann ein Teeei oder Teesieb verwendet werden.

Dazu passt beispielsweise Kartoffel- oder Süßkartoffelpüree mit Gemüsefrikadelle oder Fleisch-Frikadelle.
Semmelknödel und Rotkohl mit Sauerbraten, Gulasch oder Pfefferpotthast schmeckt ebenfalls sehr gut.

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