Röstzwiebeln – Rezept

Braten mit Röstzwiebeln

Was wĂ€ren Hot Dogs, Erbsensuppe, Rostbraten, gebratene Leber oder KartoffelpĂŒree ohne geröstete Zwiebeln? Nur halb so gut! Oft habe ich deshalb nur halb so gut gegessen, wenn ich etwas mit Röstzwiebeln gekocht habe. Denn ich habe sie nicht hinbekommen. Meine Versuche, Zwiebeln so lange zu braten,bis sie knusprig werden, sind jedesmal gescheitert. Sie waren entweder verbrannt oder bitter – halb verbrannt und bitter konnte ich sie auch zubereiten. Geschmacklich waren sie jedenfalls erbĂ€rmlich und nur der MĂŒlleimer hat sie kommentarlos geschluckt.
Richtig gute Röstzwiebeln bekomme ich erst seit ein paar Jahren hin. Zeit und Geduld sind dabei die wichtigsten Zutaten. Zwiebeln enthalten sehr viel Wasser, das herausgebracht werden muss, denn sonst bleiben sie weich. Also lange heiß braten? Nein, denn dann verbrennen sie sehr schnell und werden bitter. Lösen kann man das Problem mit einer Mischung aus Braten und Trocknen.
Wie viele Zwiebeln Sie rösten, ist egal, in diesem Rezept verwende ich eine Zwiebel als Beispiel. Die Menge an Butterschmalz hĂ€ngt von der grĂ¶ĂŸe der Pfanne ab. Die Zwiebeln mĂŒssen im Fett schwimmen. Alternativ kann auch zum Braten geeignetes Öl, wie Erdnussöl oder Olivenöl verwendet werden.

Braten mit RöstzwiebelnBildquelle: © Wikipedia

Zutaten

  • 🍅 Bio-Butterschmalz
  • 🍅 1 große Zwiebel
  • 🍅 1 Esslöffel Mehl
  • 🍅 Auf Wunsch zusĂ€tzlich
    • 🍅 Curcuma
    • 🍅 Currypulver
    • 🍅 Paprikapulver (edelsĂŒĂŸ)

Zubereitung

Die geschĂ€lte Zwiebl je nach Wunsch in dĂŒnne Ringe, halbe Ringe oder Streifen schneiden. Je dĂŒnner die Zwiebel geschnitten wird, umso besser. Um einen wĂŒrzigen Geschmack zu erzeugen, kann das Mehl mit einem GewĂŒrz vermischt werden, ich verwende am liebsten Paprikapulver. Wieviel Sie verwenden sollten, hĂ€ngt davon ab, wie stark die WĂŒrzung sein soll. Meine persönliche Faustregel lautet: Ein gehĂ€ufter Teelöffel GewĂŒrz auf einen gehĂ€uften Esslöffel Mehl. Um Mehl und GewĂŒrz gut durchzumischen, verwende ich ein Schraubglas und schĂŒttel alles durch.
Das Mehl beziehungsweise die GewĂŒrzmehlmischung auf einen großen Teller verteilen, Zwieblringe darin wĂ€lzen und ĂŒberschĂŒssiges Mehl abklopfen. Das Butterschmalz nicht zu stark erhitzen und die Zwiebelringe darin portionsweise anbrĂ€unen. Zwischendurch immer wieder mit einem Kochlöffel durchrĂŒhren. Die gebrĂ€unten Zwiebeln herausnehmen und auf KĂŒchenpapier das Fett abtropfen lassen.
Den Backofen auf 80 Grad Umluft vorheizen. Die Zwiebeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen und auf mittlerer Schiene im Backofen austrocknen. Damit die Feuchtigkeit aus dem Backofen herausziehen kann, einen Kochlöffel in die TĂŒr klemmen , so dass ein kleiner Spalt geöffnet bleibt.
Zwischendurch immer wieder mal mit einem Pfannenwender die Zwiebeln umdrehen. Wie lange die Zwiebeln getrocknet werden mĂŒssen, lĂ€ĂŸt sich nicht vorhersagen. Eineinhalb bis zweieinhalb Stunden sollten Sie einkalkulieren. Die Zwiebeln sind dann zu Röstzwiebeln geworden, wenn sie beim SchĂŒtteln des Blechs rascheln und sie ohne Widerstand gebrochen werden können.

Tipp: Eine Scheibe Bauernbrot mit Butter bestreichen,darauf noch warme Röstzwiebeln geben, ein kĂŒhles Bier dazu und die Welt ist fĂŒr diesen Moment in Ordnung.

1 Gedanke zu „Röstzwiebeln – Rezept“

  1. Hallo,

    Eine tolle ErklĂ€rung und ein super Tipp fĂŒr die Röstzwiebeln, danke dafĂŒr.

    Liebe GrĂŒĂŸe,
    Barry

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