Rösten – Warenkunde & Kochkunde

Rösten, ursprĂŒnglich "auf dem Rost braten", bedeutet heute das Erhitzen von pflanzlichen Lebensmitteln ohne Zugabe von FlĂŒssigkeit, um ihnen Feuchtigkeit zu entziehen, ihren Geschmack zu verĂ€ndern, sie dunkler zu fĂ€rben, oder wegen des Feuchteentzugs ihre Haltbarkeit zu erhöhen. Die Lebensmittel werden auf bis zu 300 °C erhitzt, wobei sich krĂ€ftig schmeckende Aromen und Bitterstoffe bilden, die den Appetit anregen. Regional wird das Wort Rösten auch synonym zu Braten, Grillen oder Sautieren verwendet. Rösten gilt als eine der Grundzubereitungsarten.

Geröstet werden zum Beispiel NĂŒsse, KĂŒrbiskerne, Sonnenblumenkerne, Kaffee- und Kakaobohnen, Getreide, Malz oder GewĂŒrze. Durch Rösten erhaltene Lebensmittel wĂ€ren beispielsweise geröstetes Brot, (Toast, Bruschetta, CroĂ»tons), Gofio (geröstetes Getreide), Kaffeeersatz und im erweiterten Sinn auch Röstzwiebeln, Rösti, Mehlschwitze oder Einbrenn und Popcorn.

Eine der chemischen Reaktionen die beim Rösten auftreten können und Röstaromen entstehen lassen ist die ab einer lokalen OberflÀchentemperatur von 150 °C auftretende Maillard-Reaktion.

Dieser Beitrag gehört zur Serie Warenkunde & Kochkunde – Das KĂŒchenlexikon
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