Pizza (Grundrezept) – Rezepte

Kochschlumpf mit MĂŒtze, Kochlöffel und Bratpfanne

Die Pizza, im Plural Pizzen und laut Duden auch Pizzas, ist ein vor dem Backen belegter Hefeteig. Die Pizza, so wie wir sie heute essen, mit Tomatensauce und KĂ€se, wurde wahrscheinlich in Neapel entwickelt. Die erste belegte Pizza wurde Mitte des 18. Jahrhunderts in SĂŒditalien nachgewiesen, in einer Zeit, in der die Tomate ihren Siegeszug in der italienischen KĂŒche antrat.
Woher der Name Pizza stammt, darĂŒber ranken sich viele Geschichten und Vermutungen. Mir gefĂ€llt die Behauptung, dass Pizza vom langobardischen Wort pizzo oder bizzo abgeleitet wurde, das dem deutschen Wort Bissen bezieungsweise Imbiss entspricht.
Die ursprĂŒngliche Pizza ist wesentlich Ă€lter und geht bis in die Antike zurĂŒck. Sie wurde nur mit "altbekannten" Zutaten wie Olivenöl, Salz, Schweineschmalz oder Zwiebeln gegessen.
Pizza musste schon frĂŒher bei sehr hohen Temperaturen gebacken werden, was in den meisten Haushalten nicht möglich war. Die Pizzen wurden deshalb Zuhause nur vorbereitet und zum BĂ€cker gebracht. Daraus entstand ein neuer Handwerkszweig, der des Pizzaiolo (Pizzamacher).
Die neapolitanische kunst des Pizzabackens wurde 2017 in die reprÀsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen, die vonn der UNESCO herausgegeben wird.

Drei Pizzen im traditionellen Steinofen, in dem ein Holzfeuer lodertBildquelle: © Wikipedia

Rezept

Pizzatteig 2 fĂŒr Portionen

FĂŒr einen klassischen Pizzateig wird Weizenmehl mit einem hohen Glutenanteil verwendet . Das Gluten, italienisch fĂŒr Kleber, sorgt fĂŒr die ElastizitĂ€t des Pizzateiges. Dadurch lĂ€sst er sich dĂŒnn ausrollen, ohne zu reißen. Gluten sind neben Hefe auch dafĂŒr zustĂ€ndig, dass der Teig gut aufgeht und der Pizzaboden knusprig wird, ohne dabei steinhart zu werden.
In gut sortierten Bio-LÀden oder SupermÀrkten gibt es spezielles Pizzamehl oder Weizenmehl mit hohem Glutenanteil.
Eine weitere wichtige und hochwertige Zutat ist Wasser. Wenn das Leitungswasser zu viel Chlor enthĂ€lt, sollte auf stillesMineralwasser zurĂŒckgegriffen werden. Chlor verhindert das "gute" Aufgehen des Teiges.

  • 🍅 400 Gramm Pizzamehl
  • 🍅 180 ml Wasser
  • 🍅 1 PĂ€ckchen Trockenhefe
  • 🍅 3 Esslöffel Natives Olivenöl Extra
  • 🍅 1 Prise Salz

Zubereitung

Das Wasser sollte lauwarm sein(ideal sind 32 ° C.), da sonst die Hefe ihre Arbeit nicht richtig verrichten kann.
Alle Zutaten in eine SchĂŒssel geben und mit dem HandrĂŒhrgerĂ€t verkneten.
Den Teig aus der SchĂŒssel nehmen und auf einem großen KĂŒchenbrett oder der ArbeitsflĂ€che grĂŒndlich durchkneten, etwa eine Viertelstunde. Wenn der Teig zu feucht ist, etwas Mehl hinzufĂŒgen, falls er zu trocken ist, etwas Wasser hinzugeben.
Der Teig hat die richtige Konsistenz, wenn er nicht mehr an den HĂ€nden klebt und elastisch ist.
Der Teig sollte jetzt lange Zeit "gehen" dĂŒrfen – je lĂ€nger, umso besser. Am besten 48 Stunden. Dazu den Teig zunĂ€chst bei Zimmertemperatur abgedeckt zwei Stunden gehen lassen, dann erneut kurz durchkneten und in den KĂŒhlschrank stellen. Etwa alle acht Stunden erneut durchkneten.
Wer keine Zeit hat, kann bereits nach zwei Stunden den Teig zu Pizza verarbeiten, allerdings ist der Pizzateig geschmacklich nicht mit dem 48 Stunden-Teig zu vergleichen.

Pizzasauce

Als Pizzasauce verwende ich das Tomatensaucen-Grundrezept und erweitere dieses um Basilikum und Oregano.

  • 🍅 1 Dose Tomaten (ohne weitere ZusĂ€tze)
  • 🍅 2 Esslöffel Brat-Olivenöl
  • 🍅 1 kleine rote Zwiebel
  • 🍅 1 Bund Basilikum
  • 🍅 1 gehĂ€ufter Esslöffel Oregano (getrocknet)
  • 🍅 2 Teelöffel Rohrohrzucker
  • 🍅 schwarzer Pfeffer aus der MĂŒhle
  • 🍅 Salz

Zubereitung

Basilikum waschen und trocken schĂŒtteln.
Zwiebel schĂ€len und fein WĂŒrfeln.
Olivenöl in einem Topf erhitzen und die ZwiebelwĂŒrfel bei schwacher Hitze lange schmoren, mindestens 10 Minuten (je lĂ€nger, umso besser) – darauf achten, dass die Zwiebeln nicht schwarz werden. die Zwiebeln zerfallen durch das langsame Schmoren besser und die Sauce bekommt dadurch eine bessere Konsistenz.
Zucker zu den Zwiebeln geben und karamellisieren lassen (etwa 2 – 3 Minuten).
Tomaten dazugeben, fĂŒnf Minuten köcheln lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Topf vom Herd nehmen, BasilikumblĂ€tter hinzufĂŒgen und Sauce mit dem Stabmixer pĂŒrieren.

Pizzabelag

Pizza kann man mit allem belegen, was einem schmeckt. Wer es klassisch mag, verwendet als weitere Grundzutat neben der Tomatensauce Mozzarella.
Damit der Pizzaboden durch den Mozzarella nicht aufweicht, diesen in kleine StĂŒckchen schneiden und etwa eine halbe Stunde in einem Sieb abtropfen lassen.
Egal, welche Zutat verwendet wird, sie sollte dĂŒnn geschnitten sein, da sonst die Garzeit fĂŒr beispielsweise Zwiebeln nicht ausreicht. Je dĂŒnner der Boden ausgerollt wird, umso dĂŒnner sollte der Belag geschnitten werden.
Den Pizzateig dĂŒnn auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech ausrollen, Sauce auf dem Teig verteilen und nach Wunsch belegen.

Pizza braucht Hitze

Den Backofen mit Ober- und Unterhitze 15 Minuten auf 250 Grad vorheizen. Backblech auf die unterste Schiene schiebn und je nach Dicke des Bodens 10 – 15 Minutenbacken.
Anmerkung: Ich rolle den Teig sehr dĂŒnn aus und in der Regel ist die Pizza nach zehn Minuten fertig und sehr knusprig. Ich steche nach zehn Minuten mit einer Gabel in den Teigrand, um den "Knuspertest" zu machen.

Pizzastangen

In der Regel bleibt immer etwas Teig ĂŒbrig. Ich mache dann daraus am nĂ€chsten Tag Pizzastangen. Den Ofen muss man natĂŒrlich auch fĂŒr die Pizzastangen wie oben beschrieben vorheizen. Ich rolle den Teig zu etwa zwei Zentimeter dicken Stangen und schiebe sie auf unterster Schiene bei 250 Grad ungefĂ€hr 8 – 9 Minuten in den Ofen.
Der klassiker zu den Pizzastangen ist Olivenöl mit gehaktem Knoblauch. Wer sie jedoch mal anders genießen möchte, kann sie mit Tomatenbutter bestreichen – ich finde das schmeckt sehr gut.

Hinweis fĂŒr KochanfĂ€ngerInnen

Wer nur wenig Backofen-Erfahrung hat – bitte daran denken: 250 Grad ist schon ordentlich heiß. Bitte nicht beim öffnen der TĂŒr direkt vor dem Backofen stehen – der heiße Luftschwall könnte Verbrennungen verursachen.

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