Kürbis – Warenkunde

Insgesamt gibt es mehr als 800 Kürbissorten, die in Zier- und Speisekürbisse unterteilt werden. Die drei bedeutendsten Arten, die kultiviert werden, sind Garten-, Riesen- und Moschuskürbis.

Riesen-KürbisBildquelle: © Wikipedia

Vor Columbus war ihr Anbaugebiet auf Amerika beschränkt, seit dem 16. Jarhhundert werden Kürbisse weltweit angebaut. Die größten Produzenten sind China und Indien.
Bei uns im Handel findet man meist Hokaido- und Butternut-Kürbis.

  • 🍅 Hokaido gehört zu den Riesenkürbissen. Er besitzt den großen Vorteil, dass seine Schale sehr dünn ist und er nicht geschält werden muss. Mir ist er auch wegen seines nussigen Geschmacks und der mehligen Konsistenz der Liebste.
  • 🍅 Butternut- oder Butternuss-Kürbis ist ein Moschuskürbis. Wenn man ihn lange kocht, z.B. für eine Suppe, muss er auch nicht unbedingt geschält werden. In vielen Internet-Foren steht zwar das Gegenteil, ich habe es aber gestern ausprobiert und die mitgekochte Schale hat überhaupt nicht gestört.
  • 🍅 Spaghettikürbis gehört zu den Gartenkürbissen. Sein Fruchtfleisch besteht aus langen
    Fasern, die an Spaghetti erinnern.
  • 🍅 und viele andere, zum Beispiel Muskatkürbis, Gelber Zentner, Sweet Dumpling …
  • 🍅 Für die Herstellung von Kürbiskernöl werden eigene Sorten gezüchtet, z.B. der steirische Ölkürbis.

Reifen Kürbis erkennt man daran, dass er hohl klingt, wenn man auf ihn klopft.
Er ist sehr lange haltbar, wenn er kühl und trocken gelagert wird, am besten in einem aufgehängten Netz, wo er gut Luft bekommt und sich keine Druckstellen bilden.
Neben der Kürbissuppe, an der man im Herbst nirgends vorbeikommt, gibt es noch unzählige andere Varianten der Verarbeitung: von der Apfel-Kürbis-Marmelade über Risotto, Lasagne und Gulasch bis zu Muffins und Kuchen.
In der pikanten Version harmoniert er gut mit Ingwer, Chili und Curry.

Den Weltrekord als schwersten Kürbis hält ein Exemplar mit 1190 kg. Der schwerste Kürbis Deutschlands wird jährlich gekürt und stammt zum zweiten Mal aus Bayern. Er wog 795 kg (Stand Oktober 2018). Auch in Österreich gibt es eine Riesenkürbis-Staatsmeisterschaft, die letztes Wochenende in Tulln stattfand. Der Sieger-Kürbis wog 655 kg.

Mein Rezept für Kürbissuppe:
Klein gewürfelte Zwiebel in Öl anbraten und anschließend 3-4 Kartoffel und einen Hokaido-Kürbis, beides klein geschnitten, dazugeben, mit Wasser auffüllen und ca. 20 Minuten weich kochen.
Etwas abkühlen lassen und mit dem Pürierstab pürieren – ich finde, es muss nicht fein püriert sein, sondern es können ruhig noch Stücke erkennbar bleiben.
Danach mit etwas Sahne vermischen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
Am Teller mit Kürbiskernen bestreuen.
In einem Restaurant habe ich einmal eine Cremesuppe gegessen, die nicht nur mit Kürbiskernen, sondern auch mit Walnüssen und Cashewkernen garniert war – das war auch sehr lecker.

Mein Experiment, die Kerne aus diesem Kürbis im Backofen zu trocknen bzw. zu rösten, ist mißlungen. Sie waren mehr oder weniger genießbar, schmecken aber nicht so gut, wie ich sie kenne. Außerdem etwas fraglich vom Energieverbrauch: ich hatte sie insgesamt – auf mehrere Tage verteilt – etwa 5 Stunden im Backofen, bei 100 Grad. In Zukunft werde ich sie also lieber kaufen.

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