Kichererbsen – Warenkunde

Die Kichererbse (Cicer arietinum) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler und Unterfamilie der Schmetterlingsblütler.
Sie wird in subtropischen Gebieten angebaut, die weltweit größten Produzenten sind Indien und Australien.

Illustration der KichererbseBildquelle Wikipedia: Illustration der Kichererbse

Getrocknete Kichererbsen benötigen etwas Vorausplanung, da sie ca. 12 Stunden in Wasser eingeweicht werden müssen. Wenn man dem Einweichwasser eine Prise Natron zugibt, kann die Kochzeit wesentlich verkürzt werden. Das gilt prinzipiell für die Kochzeit von Hülsenfrüchten, also auch für Linsen, Bohnen und Erbsen. Meiner Erfahrung nach benötigen Kichererbsen, die ohne Natron eingeweicht wurden, 50-60 Minuten Kochzeit, während sie mit Natron schon nach 20-30 Minuten weich sind. Auf jeden Fall sollte das Kochwasser nicht gesalzen werden.
Die dünnen Häutchen (die „Schalen“), die sich durchs Kochen teilweise lösen, kann man
entfernen, muss man aber nicht. Man kann die Kichererbsen auf Vorrat kochen, sie lassen
sich gut einfrieren.

Verwendung von Kichererbsen

Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig:

  • 🍅 in Gemüseeintöpfen oder in Tomatensauce
  • 🍅 im Salat
  • 🍅 Zu Humus (Kichererbsenpüree) verarbeitet
  • 🍅 zu Falafel (frittierte Kichererbsen-Bällchen) verarbeitet
  • 🍅 geröstet und gesalzen als Knabberei – sehr lecker!
  • 🍅 als Kichererbsenmehl (eiweißreich und glutenfrei)

Teigwaren aus Kichererbsenmehl sind in letzter Zeit vermehrt im Handel zu finden – für alle, die Kohlehydrate einsparen wollen. Sie sind härter als die üblichen Teigwaren und haben einen starken Eigengeschmack, den man mag oder nicht, vielleicht auch Gewöhnungssache.
Eine Variante, Kichererbsen roh zu verarbeiten, stellt Franz Dumfart in einem Youtube-Video vor:
Kichererbsen 3-4 Tage keimen lassen und die Keimlinge zu Rohkost-Humus verarbeiten. Wie das Keimen funktioniert, beschreibt er im Video.

Humus

Ich liebe Humus. Da es aber sowohl im Restaurant als auch im Supermarkt fast immer Knoblauch enthält, den ich nicht vertrage, mag ich es lieber selbst gemacht. Das Grundrezept besteht aus gekochten Kichererbsen, Olivenöl, Tahin und Zitronensaft sowie Gewürzen, wie gesagt ist auch meist Knoblauch dabei. Es gibt Tausende Möglichkeiten, das Rezept abzuwandeln. Wenn ich die entsprechenden Zutaten nicht daheim habe, ersetze ich Zitronensaft durch Essig, Olivenöl durch ein anderes Öl und lasse das Tahin weg. Schmeckt dann vielleicht nicht mehr ganz so gut, aber auch nicht schlecht. Als Gewürze eignen sich zum Beispiel Curry, Kreuzkümmel oder Chili. Die Kichererbsen kann man mit Bohnen oder roten Rüben mischen. Es können geröstete Pinienkerne oder klein gehackte Walnüsse untergemischt werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

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