Frikadellen – Rezept

Bulette, Faschiertes Laibchen, Fleischküchle, Fleischlaberl, Fleischpflanzerl oder Frikadelle – die Liste der Namen für die gewürzte und gebratene Hackfleischmasse ist lang. Ohne die Frikadelle würde es in den Fast-Food-Ketten keine Hamburger geben. Denn der Hamburger geht vermutlich auf das Gericht »Rundstück warm« zurück, das bereits 1869 in Hamburger Gaststätten serviert wurde. Das Gericht besteht aus einer warmen Scheibe Rinder- oder Schweinebraten, diemit Bratensoße übergossen wird und zwischen ein aufgeschnittenes Rundstück (Weizenbrötchen) gelegt wird und heutzutage beispielsweise in der Hamburger Oberhafen Kantine genossen werdenkann. Es gibt zahlreiche weitere Theorien, woher der Hamburger seinen Namen hat. Fast alle gehen auf die Stadt Hamburg zurück und alle haben den selben Ansatz – Brötchen, Rind oder Schwein, am Stück oder gehackt.

Rohe, panierte Frikadellen vor dem BratenBildquelle Wikipedia: Rohe Frikadellen mit Paniermehl vor dem Braten

Zutaten

  • 🍅 500 Gramm Bio-Gehacktes, zwei Drittel Rind, ein Drittel Schwein
  • 🍅 40 Gramm Bio-Butterschmalz
  • 🍅 1 Bio-Ei
  • 🍅 1 große Zwiebel
  • 🍅 1 Semmel vom Vortag
  • 🍅 1 Teelöffel Kräuter der Provence
  • 🍅 1 Teelöffel frisch gemörserte Koriandersaat
  • 🍅 1 Teelöffel Majoran
  • 🍅 2 Teelöffel Paprikapulver edelsüß
  • 🍅 Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 🍅 Salz

Zubereitung

Warum die Semmel vom Vortag sein muss, diese Frage kann ich nicht beantworten. Ich habe jedoch festgestellt, dass sich eine frische Semmel nicht so gut mit Wasser vollsaugt wie eine alte.
Die Semmel eine halbe Stunde in Wasser einweichen. Die geschälte Zwiebel fein würfeln. Das Wasser aus der Semmel gut ausdrücken. Hackfleisch, Gewürze, Ei, Zwiebel und die Semmel gut miteinander durchkneten. Mit Pfeffer und Salz nach belieben würzen und alles erneut durchkneten. Falls die Masse zu feucht ist, Semmelbrösel oder Haferflocken unterkneten. Wer mag, kann die Masse im Rohzustand probieren oder eine kleine Portion anbraten und eventuell mit Pfeffer und Salz nachwürzen. Anschließend handtellergroße, maximal 3 Zentimeter dicke Frikadellen formen. Wer möchte, kann die Frikadellen panieren, dann aber mehr Butterschmalz oder Bratöl verwenden.
Das Butterschmalz in eine Pfanne geben und die Frikadellen auf beiden Seiten scharf anbraten und danach die Hitze reduzieren. Bei schwacher Hitze die Frikadellen unter mehrfachem Wenden etwa 20 Minuten weiterbraten.
Eine besonders würzige Note bekommt die Frikadelle mit der Pumpernickelkruste, dann sollte die Frikadelle jedoch nicht paniert werden – dass wäre dann zu viel des Guten.

Beilagen-Tipp: Kartoffelsalat oder Kartoffelstampf mit gerösteten Zwiebeln.

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