"Der Koch" von Martin Suter – Buchbesprechung

Martin Suter, geboren 1948 in Zürich, arbeitete bis 1991 als Werbetexter und Creative Director, bis er sich ausschließlich fürs Schreiben entschied. Einige seiner Bücher wurden verfilmt.

Martin Suter auf der Frankfurter BuchmesseBildquelle: © Wikipedia

Der Inhalt

Aus dem Klappentext:
Maravan, 33, tamilischer Asylbewerber, arbeitet als Hilfskraft in einem Zürcher Sternelokal, tief unter seinem Niveau. Denn Maravan ist ein begnadeter, leidenschaftlicher Koch. In Sri Lanka hatte ihn seine Großtante in die Kochkunst eingeweiht, nicht zuletzt in die Geheimnisse der aphrodisischen Küche. Als er gefeuert wird, ermutigt ihn seine Kollegin Andrea zu einem Deal der besonderen Art: einem gemeinsamen Catering für Liebesmenüs. Anfangs kochen sie für Paare, die eine Sexualtherapeutin vermittelt. Doch der Erfolg von "Love Food" spricht sich herum, und eine viel zahlungskräftigere Klientel bekundet Interesse: Männer aus Politik und Wirtschaft – und deren Grauzonen. Maravan hat Sorge, das Geschäft könne »unanständig« werden. Und das wird es. Doch er benötigt das Geld dringend, um seine Familie in Sri Lanka am Leben zu erhalten.

Mein Fazit

Mich persönlich hat die Handlung des Buches weniger angesprochen, sondern mehr die Schilderungen von besonderen Zutaten, die außergewöhnlichen Zubereitungsmethoden und die Ruhe und Gelassenheit, mit der Maravan die sehr aufwendigen Speisen zubereitet. Er benutzt Geräte aus der Molekularküche, zum Beispiel einen Rotationsverdampfer, und arbeitet mit Xantan und Stickstoff, sowie mit Spritzen und Pipetten. Das Kulinarische macht einen großen Teil des Buches aus, und im Anhang gibt es auch noch einige Rezepte.

Die Rezepte

Einige der Rezepte, die im Buch zu finden sind, kann man auch im Internet nachlesen:
Rezepte zum Buch

Das Love Menü:
Mini-Chapatis mit Curryblätter-Zimt-Kokosöl-Essenz
Ladies’-Fingers-Curry auf Sali-Reis mit Knoblauchschaum
Gelierte Spargel-Ghee-Phallen

Hörprobe bei Audible
Verfilmung des Buches:

Verlag

Martin Suter: Der Koch
Diogenes, Zürich 2010

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