Chili sin Carne – Rezept

Cowboy bei der Zubereitung von Chili sin Carne auf einer texanischen Ranch in den Dreißiger Jahren

In diesem Rezept geht es um die vegane beziehungsweise vegetarische Variante des Chiligerichts, das stark vom Chili con Carne abweicht. Die Zubereitung von Chili mit Fleisch ist regional sehr unterschiedlich. Beispielsweise sind in einem Chili con Carne Texas Style keine Bohnen enthalten, in meinem Chili sin Carne umso mehr. Wie bei allen Gerichten, die eine gewisse Schärfe erfordern, bin ich für das individuelle Nachwürzen. Ich verwende milde Chili- , Peperoni- oder rote Paprika-Sorten, die alle aus der Paprikafamilie stammen.
Wenn Sie das Gericht vegan zubereiten möchten, achten Sie beim Kauf der Schokolade auf die Inhaltsstoffe.
In vielen Chili-Gerichten wird Zucker zugegeben, um die Säure der Tomaten abzumildern. Ich verwende stattdessen Schokolade, die den Geschmack verfeinert, ohne vorzuschmecken.

Cowboy bei der Zubereitung von Chili sin Carne auf einer texanischen Ranch  in den Dreißiger JahrenBildquelle: © Wikipedia

Zutaten für 4 – 6 Portionen

  • 🍅 3 Esslöffel Brat-Olivenöl
  • 🍅 Großer Schuß Essig zum ablöschen (Bieressig oder Rotweinessig)
  • 🍅 300 Gramm mehlig kochende Kartoffeln
  • 🍅 2 große Fenchel
  • 🍅 2 große rote Paprika
  • 🍅 1 große rote Zwiebel
  • 🍅 1 Bund glatte Petersilie
  • 🍅 300 Gramm Kidneybohnen (Dose)
  • 🍅 300 Gramm weiße oder schwarze Bohnen (Dose)
  • 🍅 200 Gramm Mais (Dose)
  • 🍅 500 ml passierte Tomaten (Dose)
  • 🍅 250 ml Gemüsebrühe
  • 🍅 2 Esslöffel Tomatenmark (einfach konzentriert)
  • 🍅 40 Gramm dunkle Schokolade
  • 🍅 3 Teelöffel Paprikapulver edelsüß
  • 🍅 1 Teelöffel Oregano
  • 🍅 1 Lorbeerblatt
  • 🍅 1 große Prise Kreuzkümmel
  • 🍅 Salz

Zubereitung

Die geschälten Zwiebeln fein würfeln. Kartoffeln schälen und in kleine, etwa eineinhalb Zentimeter große Würfel schneiden. Fenchel waschen, Wurzelansatz und Stengel abschneiden und in eineinhalb Zentimeter große Stücke schneiden.
Die Gemüsebrühe in einem topf zum kochen bringen und die Herdplatte abschalten. Die Brühe bleibt lange genug heiß, bis sie verwendet wird.
Das Öl in einem großen topf erhitzen und den Fenchel unter mehrmaligen wenden circa 15 Minuten braten. Die Zwiebelwürfel hinzufügen und glasig werden lassen. Das Tomatenmark hinzugeben und drei Minuten mitbraten lassen, mehrmals alles verrühren. Mit einem großzügigen Schuß Essig ablöschen, danach Gemüsebrühe, passierte Tomaten und Kartoffeln hinzufügen. Gewürze und Schokolade ebenfalls hinzugeben und alles 15 Minuten leicht köcheln lassen.
Paprika waschen, entkernen und in eineinhalb große Stücke schneiden. Bohnen und Mais in ein Abtropfsieb geben und gründlich abbrausen, kurz abtropfen lassen.
Die Paprikastückchen in den Topf geben und die Temperatur etwas höher drehen, damit der Siedepunkt nicht unterschritten wird. Nach fünf Minuten die Bohnen und den Mais hinzufügen und weitere zehn Minuten köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die Petersilie klein schneiden und beiseite stellen.
Das Chili sin Carne abschmecken und eventuell etwas weicher kochen.
Die Petersilie am Ende des Kochvorgangs unterheben – nicht mitkochen, denn das Kraut verträgt keine große Hitze.
Für die gewünschte Schärfe gerebelten Chili oder eine Chilimühle auf den Tisch stellen.

Schon gewusst? – Kramschublade

Letzte Aktualisierung: Sonntag, 18. November 2018

Der Unterschied zwischen Sorbet und Parfait

Sorbet besteht in der Regel nur aus Früchten, Wasser und Zucker, ist also vegan, und in Parfait ist auch Sahne und Eigelb enthalten.

Frischer tiefgekühlter Fisch

Viele Discounter und Supermärkte bieten neben tiefgekühlten Fisch inzwischen auch frischen Fisch an. Wobei letzterer deutlich teurer verkauft wird. Ist auch logisch, dass der frische Fisch aus der Kühltheke erheblich mehr kostet – oder?
Vielleicht ist es besser, die Lesebrille beim kauf von frischen Fisch mitzunehmen. Denn auf der Rückseite der Verpackung im Kleingedruckten steht es. Der vermeintlich fangfrische Fisch wurde schon auf hoher See tiefgekühlt. Die Discounter und Supermärkte tauen den Fisch auf und schon wird er als frisch verkauft, den Auftauservice bezahlt selbstverständlich der Verbraucher.

Unbehandelt und Bio ist nicht das Selbe

Unbehandelte Zitrusfrüchte sind nicht frei von Pflanzenschutzmitteln. Unbehandelt bedeutet, dass die Früchte nach der Ernte nicht konserviert oder gewachst wurden. Vor der Ernte können die Früchte nach chemischer Herzenslust mit allem gespritzt und besprüht werden, was die Pflanzenschutzindustrie so hergibt. Wer keine Chemie will, sollte auf Bio-Früchte zurückgreifen, denn die dürfen nicht mit Pestiziden behandelt werden. Aber Vorsicht, es bedeutet bei Bio-Früchten nicht automatisch, dass die Schale unbehandelt ist. Gewachst werden darf sie trotzdem. Wer eine »saubere« Zitrone möchte, sollte darauf achten, dass der Zusatz unbehandelt neben Bio vermerkt ist. Ansonsten muss das Wachs mit warmen Wasser, am besten mit einer Bürste, herunter geschrubbt werden, wenn die Schale mitverzerrt werden soll.

Die Bio-Tonne in der Wurst

Steht in Österreich bei Wurstwaren Salzstoß unter den Inhaltsstoffen, na dann guten Appetit. Denn hinter der unverdächtigen Bezeichnung verstecken sich Schlachtabfälle. Muskelhäute, Sehnen und aus wenig Fett und Fleisch bestehende andere Schlachtreste werden mit Salz vermahlen und dann als Salzstoß minderwertiger Wurst beigemengt.
Die Deutschen müssen sich aber nicht grämen, denn ihr Häutelwerk muss sich nicht hinter dem Salzstoß verstecken. Die Abfallwirtschaft der Lebensmittelindustrie darf beispielsweise in der Münchner Weißwurst bis zu zehn Prozent Häutelwerk deponieren. Das besteht aus ausgelösten Kalbskopfteilen mit Haut und Bindegewebsteilen von Kälbern und gekochten Schwarten von jungen Schweinen.

Schweinereien mit der Pute

Wer aus Gesundheits-, Religiösen- oder Diätgründen zur Putenwurst greift, greift voll daneben. Denn Geflügelwurst darf Schwein beigemengt werden und das in erheblichen Mengen. In Deutschland wird im Kleingedruckten auf der Rückseite der Verpackung auf die Schweinerei hingewiesen. In Österreich steht es in der Zutatenliste selbst. Eine unverfälschte Wurst hält die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit für österreichische Puristen dennoch bereit. Wenn beispielsweise Reine Puten-Extra auf der Verpackung steht, dann hat die Wurst Schwein gehabt, denn das darf dann nicht hinein.

So bekommt der Käse sein Fett ab

Jetzt wird es mathematisch. F. i. T. (Österreich) oder Fett i. Tr. (Deutschland) steht für Fett in der Trockenmasse und ist ein Wert, mit dem man nichts anfangen kann, wenn der Anteil der Trockenmasse am Gesamtgewicht nicht angegeben ist. Werden alle Werte angegeben, kann der absolute Fettgehalt berechnet werden.
Beispiel Frischkäse: Inhalt 100 Gramm, F. i. T. 47 %, Trockenmasse 30 %.
Mit der folgenden Formel kann der Fettgehalt berechnet werden:
(30/100)*47=14,1 % beziehungsweise 14,1 Gramm Fett.
Der Trockenmasseanteil ist nicht Kennzeichnungspflichtig und steht daher meist nicht auf der Packung.

Alkoholfreies mit Alkohol

Wer ein alkoholfreies Bier genießt, nimmt bis zu 0,5 % Alkohol zu sich. Denn das ist die Obergrenze , die ein alkoholfreies Bier haben darf. Wäre die Bezeichnung alkoholarmes Bier nicht die bessere Deklarierung?

Rindergulasch nach Art des Hauses – Rezept

Gulasch-Kanone einer Feuerwehr, Umbau aus einer Armeeküche

Ich habe beim Rindergulasch kochen viel experimentiert und schließlich eine sehr interessante Rezeptvariante kreiert. Eine Kombination aus Rinder-Oberschale, Beinscheibe (in Österreich Beinfleisch), Paprikapulver, frischem Paprika, Rotwein, Gemüsebrühe, Senf und diversen anderen Zutaten. „Rindergulasch nach Art des Hauses – Rezept“ weiterlesen